Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage ist eine Massageform, die vor allem als Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Ödemen, dient. Nach Operationen, Verletzungen oder übermäßigen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft kommt sie zum Einsatz.

Durch die vorwiegend sanften Massagegriffe wird das vegetative Nervensystem beeinflusst, die Gefäße werden weitgestellt und der natürliche Lymphfluss angeregt. Über das gezielte verschieben der Haut gegen die Unterhaut wird die Flüssigkeit im Gewebe in die erwünschte Abflussrichtung transportiert. Dadurch wird eine bessere Ernährungssituation in den betroffenen Körperregionen und Schmerzlinderung erzielt und natürliche Heilprozesse kommen wieder in Gang.

Häufig wird die Behandlung mit Kompressionstechniken (Bandagen, individuell angefertigten Kompressionsstrümpfen), aktiver Bewegungstherapie und Lymphtapes kombiniert.

Bereits 1950 wurde Manuelle Lymphdrainage von dem dänischen Ehepaar Vodder entwickelt.

Sie ist eine Zertifikationstherapie und wird vom Arzt für 30, 45 oder 60 Minuten verordnet.